Jannik und die Waldwichtel


Kapitel 1 


Schnell rannte Jannik die Straße entlang. Er rannte so schnell das die Häuser an ihm vorbei zu fliegen schienen und der Wind blies ihm kräftig um die Ohren und das Braune Haar. Flink bog er um eine Ecke und dann war er auch schon an der Schule angekommen. Selten freute er sich so sehr auf die Schule wie heute: Es war der letzte Schultag vor den Herbstferien. Sein Freund Nick sah ihn und kam sogleich zu ihm gelaufen.
„Hey, alles klar bei dir?“ Jannik grinste und antwortete: „Logo! Letzter Schultag, dass ist fantastisch. 
Gähnend verzog Nick das Gesicht. 
„Ich hoffe heute machen wir keinen Sport.“ Nick mochte keinen Sport, dass war etwas das viel zu anstrengend für ihn war. Als es zum Stundenbeginn läutete gingen die beiden Jungs schnell rein und in ihr Klassenzimmer. Da sie auf dem Land wohnten war die Schule sehr klein und in jeder Klasse waren nur Dreizehn bis Sechzehn Schüler untergebracht. Alle saßen auf ihren Tischen und ein paar Jungs warfen Papierflieger herum, wodurch einige der Mädchen erschrocken mit den Armen fuchtelten.
Grace, eine gute Freundin von Jannik kam zu ihnen und seufzte laut. „Das ist total langweilig, ich muss die ganzen Ferien zu hause bleiben und ihr fahrt alle weg.“ Jannik schüttelte seinen Kopf. 
„Ich bleibe auch zu hause, meine Mutter hat keinen Urlaub bekommen.“ Da kam der dicke Stanley zu ihnen und lachte hämisch: „Also ich fliege morgen nach Australien, in ein riesiges Hotel, ganz nahe am Meer!“ 
Der dicke Stanley schikanierte jeden bei jeder Gelegenheit und machte grundsätzlich alles nieder was er nicht selber mochte. Die meisten Jungs waren mit ihm befreundet da er für sie ein Vorbild und Draufgänger war, so hielt niemand Stanley bei seinen Untaten auf.
Grace begnügte sich damit Stanley die Zunge heraus zu strecken und sagte nichts weiter. Jannik fragte laut in die Runde ob noch jemand in der Ferien zu hause bliebe und nur ein kleiner Junge nickte mit dem Kopf. Es war Ryan, der Außenseiter der Klasse. Er war meistens still und die anderen Schüler hänselten ihn deswegen fast immer, doch er wehrte sich nie dagegen.
Er strengte sich aber auch nicht an in der Klasse akzeptiert zu werden, sondern saß alleine und kümmerte sich nicht um die anderen.
Als Jannik einmal etwas mit ihm machen wollte hatte Ryan abgelehnt und nur gesagt: „Geh wieder. Wenn die anderen dich mit mir zusammen sehen, wenden sie sich auch von dir ab.“

Mit dem letzten Läuten der Klingel stürzten alle Kinder fröhlich aus der Schule und manche Jubelten sogar. Jannik war der erste der aus dem Gebäude draußen war und schnaufend blieb er stehen. Hinter ihm kamen Nick und Grace angerannt. Vergnügt hüpften sie über die Straße. Vor lauter Freude verpasste Jannik die Abzweigung in seine Straße und erst als sie vor dem Haus von Grace standen bemerkte er seinen Irrtum. Lachend über sich selbst, verabschiedete er sich von ihr und sagte das er in den nächsten Tagen bei ihr vorbei käme, damit sie etwas zusammen unternehmen würden.
Als er etwas gemütlicher die Straße zurück schlenderte sah er Ryan wie er mit Blick auf dem Boden und den Händen in den Hosentaschen lustlos einen Fuß vor den anderen setzte.
„Ryan? Ryan komm mal her.“ 
Verwundert blickte dieser auf, machte aber keine Anstalten schneller zu gehen, also rannte Jannik schnell zu ihm. 
„Hast du Lust in den Ferien mit mir und Grace etwas zu machen?“ 
Ungläubig verzog er sein Gesicht und sagte: „Soll das ein Scherz sein?“ 
Als Jannik nichts erwiderte schien Ryan es noch etwas misstrauisch zu sehen willigte aber achselzuckend ein. Was sollte schon groß passieren dachte er sich. Mehr als wieder verarscht werde ich letzten Endes auch nicht.
Lächelnd rannte Jannik weiter nach hause, er hatte schon ziemlich viel Zeit vertrödelt und das Essen war bestimmt schon fast kalt. Und Tatsächlich, kein Warmes Stück war mehr da und so begnügte er sich mit einem Apfel und verschwand flink in seinem Zimmer.
Dort plante er dann den nächsten Tag und beschloss zuerst bei Grace vorbei zu gehen und dann bei Ryan.



Kaum als am Nächsten Tag die Sonne aufging, erwachte Jannik bereits. Er zog sich schnell an und ging in die Küche, wo er sich etwas Müsli richtete. Er überlegte ob er noch etwas zum Essen mitnehmen sollte, doch er lies es bleiben. Da sonst noch keiner im Haus wach war, schrieb er seiner Mutter einen kleinen Zettel damit sie wusste das alles okey ist.
Draußen war es ziemlich kalt und die Blätter flogen schon eifrig von den Bäumen herab. 
Er beeilte sich nicht, möglichst schnell bei Grace zu sein, da sie ja noch gar nicht wusste das er heute schon zu ihr kam. Um nicht alle im Haus von Grace zu wecken, ging er in den Garten, da das Zimmer von ihr neben der Terrasse lag. Sachte klopfte er gegen die Fensterscheibe, aber nichts regte sich. Er klopfte ein zweites Mal und diesmal lauter, dann hörte er ein lautes Poltern und Grace fluchen. 
„Grace? Alles okey, ich bin es nur.“ 
Wieder ein kurzes Fluchen, dann stand sie total verschlafen vor ihm. 
„Bist du etwa aus dem Bett gefallen?“ 
Jannik musste laut loslachen, doch als sie ihm stark gegen den Arm boxte war er still und sah sich etwas in ihrem Zimmer um. 
„Neuer Schreibtisch?“ 
Jannik und Grace waren praktisch seit dem Kindergarten gute Freunde und jede Wohnung des anderen war wie ein zweites Zu hause für beide geworden. „Hmm ja.“ Julia nickte und schob Jannik wieder aus ihrem Zimmer raus und machte die Tür zu. 
„Keine Lust heute etwas zu machen?", rief er durch das Fenster zu ihr und sie streckte ihm nur die Zunge raus. 
„Ich darf mich ja wohl alleine umziehen?“ Und schon machte sie den Rollladen herunter. Etwas peinlich berührt wartete Jannik also und nach endlosen Zehn Minuten wurde die Tür wieder geöffnet.
„Was machen wir überhaupt?“, fragte sie ihn als sie die Tür hinter sich wieder zu machte. 
„Na, also so richtig darüber nachgedacht habe ich eigentlich bisher noch nicht. Wir könnten schauen was die anderen noch machen oder...keine Ahnung in den Wald gehen und dort irgendwas machen, oh und Ryan. Ich habe ihn gefragt ob er nicht auch etwas mit uns machen möchte und er hatte nichts dagegen.“ 
Ungläubig sah sie ihn an. 
„Ryan?! Der Typ ist doch total schräg, niemand macht je etwas mit ihm.“
„Na und? Vielleicht halten ihn alle nur für schräg weil ihn eben niemand richtig kennt. Vielleicht ist er ja viel witziger als wir oder einfach ein toller Kumpel?“ Aber das überzeugte Grace nicht gerade. 
Trotzig sagte Jannik: „Also mir ist egal ob es dir passt das ich etwas mit ihm unternehmen mag. Ich gehe jetzt bei ihm vorbei und frag ob er mit in den Wald will, falls du ja doch mit möchtest warte am besten an dem kleinen Spielplatz.“ 
Und schon stapfte er davon und lies die perplexe Grace einfach so stehen. Er rannte, denn er wollte Grace ja nicht extra lange warten lassen. Sie würde bestimmt kommen, so gut kannte er sie bereits. Ein wenig Ärgerte er sich das er nicht zuerst bei Ryan vorbeigegangen war, den sein Haus lag recht außerhalb von den anderen.
Ihm war ein wenig Unbehaglich, denn das Haus war ziemlich klein und wirkte sehr alt. Zu großen Teilen war es komplett aus Holz gebaut, doch so schlampig das manche Stellen einfach kahl waren und notdürftig mit anderen Brettern zugenagelt worden waren. Nicht einmal eine Klingel gab es, Jannik musste klopfen. 
„Hallo?“, ertönte eine Stimme aus einer komplett anderen Richtung. 
Er schnellte herum und war sichtlich erleichtert als Ryan vor ihm stand. Seine Kleidung war noch zerfetzter als sonst und ziemlich schmutzig. Sogar im Gesicht und an den Armen hatte er Dreck, ja man könnte meinen er habe sich wie ein Schwein darin gewälzt. 
„Was ist den mit dir passiert?“ 
Etwas vorsichtig ging Jannik zu ihm und wollte den Schmutz von ihm abklopfen, doch Ryan sagte das sei nicht nötig. 
„Ich arbeite in unserem Garten weist du? Im Moment habe ich die Erde umgegraben – Daher auch der Dreck.“
„Achso, jetzt versteh ich. Du hast mir ganz schon Angst gemacht.“ Ryan zuckte nur mit den Schultern und fragte dann warum Jannik hierher gekommen war und dann erinnerte er sich auch das er etwas mit ihm unternehmen wollte. Kurz versicherte er sich das Jannik auch wirklich etwas mit ihm machen wollte und sich nicht über ihn lustig machen würde, dann klopfte er doch noch kurz seine Klamotten ab und wusch sich kurz im Haus die Hände. 
„Ich hab Bonbons mitgenommen, die schmecken echt gut, ich gebe dir später eines!“
Schnell machten sie sich auf den Weg zu dem Platz wo sie sich mit Grace treffen wollten, doch sie kamen dabei am Haus von Stanley vorbei und der schien heute besonders gute Laune zu haben, was eigentlich gar nicht zum fiesen Stanley passte. Er lachte tatsächlich als sie ihn sahen, dann legte er sofort sein fieses Grinsen auf und beäugte sie mit feindseligen Augen. „Na schau mal, da haben sich doch tatsächlich zwei Trottel Verirrt und suchen verzweifelt den Weg nach hause, oder warum seit ihr zwei Dumpfbacken hier draußen um diese Zeit?“
Jannik lächelte nur und beschloss mutig zu sein. 
„Hast du abgenommen?“
„Sehr witzig Dumpfbacke, sehr witzig. Also ich weiß ja nicht was ihr macht, aber ich fliege heute nach Australien, Fünf Sterne Hotel, Pool und alles was man sich noch so wünscht.“
Wieder lächelte Jannik und erwiderte: „Das macht mir gar nichts, ich mache diese Ferien viel mit Grace, ich kann ihr ja Grüße von dir ausrichten wenn du das magst.“ Stanley knirschte mit seinen riesigen Mammutzähnen. Jannik und wohl auch jeder andere wusste das er Grace unheimlich toll fand. „...Wobei, eigentlich redet sie nie über dich, ich denke sie kann dich nicht leiden.“ 
Das war genug für Stanley und er schritt schnell zu Jannik und stellte sich bedrohlich vor ihn und zischte: „Lass sie in Ruhe!“ 
Und mit einem kräftigen Stoß war er Jannik auf den Boden. Dieser gab sich aber nicht geschlafen und konterte: „Sie findet dich furchtbar, du bist eben nur ein mieser Schläger“ 
Da packte Stanley Jannik an seinem T-Shirt und hob bereits drohend seine große Faust, als eine Stimme aus dem Haus hinter ihm ertönte: „Stanley, Spatz. Komm bitte, wir wollen gleich losfahren und du musst dir noch andere Klamotten anziehen.“ 
Es war seine Mutter. 
Sofort lies er von Jannik ab und ging schnell zur Haustüre, drehte sich um und zischte „Glück gehabt, Dumpfbacken!“ und klatschte die Tür zu.

Der Wald grenzte ziemlich dich an das Dorf, früher sollte dort sogar eine kleine Siedlung gewesen sein, doch aus irgendeinem Grund waren die Leute von dort weg gegangen, vielleicht wegen der wilden Tiere. In der Schule hatte man ihnen erklärt das hier in der Gegend große Wolfsrudel gegeben haben sollte. Mittlerweile sieht man eigentlich nur noch Abends ein paar Hasen durch das Dickicht springen, oder selten auch mal einen Fuchs der in den Büschen umherstriff. Es gab lediglich einen kleines Trampelpfad der durch den Wald führte, ansonsten war alles so geblieben wie es von der Natur gewollt war.Von weitem sahen die beiden schon Grace und sie wirkte ziemlich mürrisch als sie sah das Jannik tatsächlich Ryan dabei hatte. „Ich wusste du würdest kommen.“, sagte Jannik und grinste breit. "Hey Grace.“, sagte Ryan leise und versuchte es auch mit einem kleinen Lächeln. „Hey. So was machen wir jetzt hier im Wald, irgendeine Idee?“ Niemand wusste etwas zu tun, also liefen sie einfach Querfeld in den Wald hinein. Die Luft hier war wesentlich kühler. Ein wenig stöberten sie einfach im Laub herum und entdeckten sogar einen kleinen Igel, den sie begeistert ansahen, aber dann wieder schnell mit Laub zu deckten um ihn nicht weiter zu stören. „Ein Wettrennen.“, sagte Grace leise und grinste mit einem Gewinnerlächeln. „Ein Wettrennen?“, fragte Jannik. „Ja, komm wir rennen bis zu dem großen Stein dort hinten, mal sehen wer zuerst da ist.“ Ryan strich sich behutsam durch seine Haare und blickte sehr konzentriert auf den großen Stein. „Alles klar.“, sagte er knapp und machte sich bereit los zu rennen. Jannik willigte auch ein und so zählten sie laut herunter: „3...2...1...LOS!“ Schon rannten sie so schnell sie konnten und die Bäume flogen förmlich an ihnen vorbei so schnell rannten sie, vor ihnen war noch eine kleine Kuhle und Ryan sprang mit einem weiten Rudern der Arme hinüber, krachte auf der anderen Seite zu Boden und rannte weiter. Auch Jannik war gesprungen, fiel aber seinen Sturz gekonnt auf und hechtete so schnell er konnte hinter Ryan her und bei einem Blick hinter sich sah er das auch Grace immer schneller wurde und schon hatte sie ihn überholt. Doch Ryan war einfach schneller als die anderen und erreichte als erster den Stein. Ächzend und schnaufend setzten sie sich auf den Stein und ruhten sich erst einmal aus, ihre Körper bebten auf und ab und Ryan lachte laut: „Ich habe gewonnen!“
Als sie sich etwas umsahen, merkten sie das sie bereits ziemlich weit in den Wald hinein gegangen waren, der Trampelpfad war schon nicht mehr zu sehen. Ryan ging ein paar Schritte voraus und sah sich ein wenig um. 

Ich hab doch gesagt das er ganz okey ist.“
Ganz okey. Aber komisch ist er trotzdem.“
Och gib ihm eine Chance er ist wirklich lieb.“ Jannik stand auch auf und lief Ryan hinterher. 
„Hey Ryan wir können nicht mehr, warte kurz.“ Doch plötzlich rannte Ryan sogar los. Jannik seufzte und lief mit Grace so schnell sie konnten hinter ihm her. Ryan rief etwas zu ihnen, doch er war schon zu weit weg als das sie es hätten verstehen können. Aber sie sahen noch wie er kurz mit den Armen fuchtelte und dann sackte er urplötzlich herab und war nicht mehr zu sehen. „Ryan?!“, schrie Jannik und rannte los. Schnell kam er zu der Stelle und da sah er auch Ryan wieder. Er war in ein tiefes Loch gefallen und es war zu tief als das er hätte selber wieder hinaus kommen können. 
Alles in Ordnung, hast du dir weh getan?“
Ryan rappelte sich auf und schüttelte den Kopf. „Nein, alles okey. Ich bin nur verwundert über den plötzlichen Sturz. Passt auf, die Erde unter euch könnte auch einbrechen, dass ist nämlich kein Loch. Es ist ein Gang.“ Er deutete mit dem Finger in die Dunkelheit vor ihm und unter Jannik. „Grace, Stopp!“, rief Jannik noch als sie wieder bei ihm ankam, doch es war zu spät: Schon sackte die Erde auf der Jannik und Grace standen nach unten. Kurz fluchte Jannik noch, dann war er auch schon von der Erde begraben. Er landete weicher als erwartet und sofort sah er sich nach Grace um. Sie war nur ein kleines Stück von ihm entfernt und befreite sich von der Erde. 
Wo bitte sind wir hier und was soll das?!“, sagte Grace genervt und sah sich etwas um, doch das einzige was sie sah war Dunkelheit. Ryan kam zu den beiden und spähte hoffnungsvoll nach oben. „Hier kommen wir nicht mehr einfach so heraus, und ich denke kaum das jemand uns hören wird, schließlich sind wir irgendwo inmitten dieses Waldes.“ Aber was hat den dieses Erdloch oder dieser Gang hier zu suchen?“ Keine Ahnung, vielleicht war hier ja mal ein Stollen um Lehm oder Erz abzutragen?“ Genervt sah Grace zu den beiden. „Das ist doch vollkommen egal, was sollen wir jetzt tun? Irgendwo muss es doch hier einen Ausgang oder etwas in der Art geben.“ Jannik und Ryan befanden die Idee für gut und schon gingen sie ein paar Schritte hinein in das Dunkel. „Ihr wollt da nicht ernsthaft hineingehen?“, fragte Grace etwas ängstlich, doch Ryan meinte nur das wenn sie Angst hätte, dass sie dann gerne hier warten könne, worauf hin sie schnell hinter beiden herkam. Langsam entfernten sich die Drei von dem bisschen Licht das durch das Loch herein geschienen hatte und kurz darauf waren sie vollkommen von der Dunkelheit verschlungen. Auch wenn sich es keiner so richtig anmerken wollte, hatte doch jeder etwas Angst und sie wurden immer langsamer und da blieb Ryan stehen. 
„War da jemand oder bin ich der einzige der ein Geräusch hinter sich gehört hat?“ 
Jannik lachte und antwortete: „Wer sollte den bitte hinter uns sein? Du machst mir ja schon selber Angst. Grace sagte nichts dazu, drehte sich nun aber immer mal wieder um. Als sie überhaupt nichts mehr vor Dunkelheit sehen konnten, machten sie eine kleine Pause und nach einer Weile hatten sich ihre Augen ein klein wenig an die Dunkelheit gewöhnt und sie sahen immerhin ihre eigenen Umrisse und den Boden vor sich. Gerade als sie wieder weiterlaufen wollten, hörten sie alle ein Geräusch hinter sich. Es war ein sehr beunruhigendes Geräusch, beinahe so als ob etwas oder jemand über den Boden schlurfte. Voller Angst drehten sich die Drei um und plötzlich leuchtete etwas entfernt von ihnen ein kleines Licht auf, und erschrocken sahen sie den Schatten einer Gestalt. Grace wich zurück, doch Jannik rief: „Wer ist da?“ Als die Gestalt sich nicht rührte rief er noch einmal, jetzt mit Angst in der Stimme: „Zeig dich!“ Und jetzt schwenkte das Licht herum, hielt kurz inne und dann bewegte sich die Gestalt genau auf die Kinder zu. „Leute, Achtung, das Ding wird immer schneller!“ Und Tatsächlich, der Lichtkegel schien geradewegs auf sie zuzufliegen. Voller Furcht wichen die Kinder zitternd zurück. Kurz bevor der Lichtkegel bei ihnen ankam, stoppte er plötzlich und schien zu pulsieren: Lichtströme gingen von ihm aus und alles war erhellt, grell schien das Licht zu den Kindern und als diese sich wunderten was das den sei, hörte das Pulsieren schon wieder auf. Jannik klammerte sich an Ryan fest als er erkannte was vor ihm passierte: 
Es gab einen lauten Knall und die Erde begann unter dem Lichtkegel einzustürzen. „Lauft!“, schrie Jannik, packte Grace am Arm und zog sie mit sich, als weitere Erde von der Decke fiel. Sie rannten so schnell sie konnten um nicht von den Erdmassen begraben zu werden. Der komplette Gang fiel in sich zusammen und die Kinder schienen viel zu langsam als das sie hätten davon rennen zu können, und als Ryan stoppte schrie Jannik ihn an weiter zu rennen. „Das ist eine Sackgasse! Hier kommen wir nicht raus!“, schrie er verzweifelt zurück. Mit der nackten Angst in den Augen drückten sich die Kinder an die Wand und sahen die Erde auf sie zustürzen. Grace schloss die Augen und Ryan sah hilfesuchend zu Jannik rüber. Sie alle drei hielten sich an den Händen und hofften auf ein Wunder. Dann, fünf Meter vor ihnen stoppte der Zusammensturz urplötzlich. Es rumpelte, krachte und lauter Dreck wirbelte auf, dann war es vorbei. Als es wieder ruhig war, hörte man noch die Herzen der Kinder Pochen und ihren aufgeregten Atem.
 Jannik ergriff als erster wieder das Wort: „Ist es vorbei?“Vorsichtig nickte Ryan und setzte sich fassungslos auf den Boden. „Ich schätze hier kommen wir nicht mehr raus.“ Grace schluchzte leicht und eine kleine Träne fiel auf den Boden. Jannik kam zu ihr und sah sie aufmunternd an: „Nicht traurig sein, unsere Eltern werden uns schon bald suchen, dass wird schon alles wieder. “ Auch Ryan lächelte und begann in seiner Tasche zu kramen, und als er die Hand wieder herausholte, streckte er ihr etwas entgegen: Es waren Bonbons aus Karamell! Schnell gab er jedem eines und schon waren alle ein kleines Stück fröhlicher, denn die Bonbons schmeckten wirklich ausgezeichnet. Langsam verstrich die Zeit und nach und nach ging die Sonne unter, was die drei Kinder natürlich nicht sehen konnten, aber sie wurden müde und schienen gerade alle einzuschlafen, als neben ihnen etwas aufleuchtete. Zuerst bekamen sie wieder Angst, dass nun auch noch das letzte bisschen einstürzen würde, und sie unter der Erde begraben wären, aber dem war nicht so: Es waren kleine, ganz viele, blaue Symbole an der Wand die leuchteten, schimmerten und sich leicht hin und her bewegten. Die drei Kinder standen auf und sahen dem Seltsamen Treiben zu. „Seht nur ein Vogel! Und da, ein Baum.“ Nachdem die Symbole ein wenig gemütlich hin und her gewackelt waren, begannen sie sich zu Formieren und sich dann wie wild im Kreis zu drehen.
Ryan ging etwas näher zu den Symbolen und seine Neugier übermannte ihn, sodass er seine Finger danach ausstreckte und eins berührte. Alle Drei hielten vor Spannung den Atem an und zu ihrem Erstaunen schien die Erde seiner Berührung auszuweichen. „Da passiert schon wieder etwas!“ flüsterte Grace. Auch als Ryan ein zweites Mal versuchte eines der Symbole zu berühren wich die Erde noch ein kleines Stück vor ihm zurück, es war nun ein kleines Loch in der Wand vor ihm und auch bei dem Versuch andere Symbole zu berühren passierte das Gleiche. Voller Ehrfurcht sagte Ryan: „Das ist Magie, dass alles hier!“ 
Jetzt war in seinem Gesicht weniger Angst sondern mehr Faszination zu sehen und auch die anderen wirkten beeindruckt. Janniks Augen schienen vor Neugier zu sprühen und glitzerten richtig. Nur Grace wirkte noch etwas verängstigt. Das kleine Loch wurde immer größer und schon bald war ein kleiner Gang entstanden in den sie alle geduckt hinein passten. Ohne zu überlegen schritt Ryan hinein und Jannik eilte hinterher. „Ihr wollt da also einfach langlaufen ohne zu wissen was passieren könnte oder wo wir dann hinkommen?“, Grace blickte beide ungläubig an.
Also wenn du willst kannst du hier bleiben. Ob wir jetzt hier rumstehen und darauf warten das jemand kommt oder hier entlang laufen spielt glaube ich kaum eine Rolle. Vielleicht wird das hier das größte Abenteuer in unserem Leben, komm mit du sonst verpasst du es!“



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Kaum hatten sie den engen Gang betreten erschienen überall an der Wand weitere Symbole und diesmal waren es völlig klare Zeichen: Es waren simple Pfeile die alle Geradeaus zeigten, als wollten sie ihnen den Weg weisen – Auch wenn ja nur einer da war. „Was denkt ihr wo sie uns hinführen?“, fragte Jannik gespannt. „Na ich hoffe doch sehr, dass uns dieses komische Zeug wieder ans Tageslicht bringt, langsam habe ich genug von dieser Stickigen und Dunklen Gegend!“ Ryan schubste Grace leicht und sagte zu ihr: „Sei doch nicht immer so Ernst.“ 
Da blieb Jannik der ganz vorne lief, stehen. „Hier geht es scheinbar nicht mehr weiter, seht ihr?“ Doch kaum hatte er das gesagt, verschwand die Erde noch ein kleines Stück und zu ihrer Verwunderung standen sie vor einer Tür aus Holz. Würden sie wieder aus dem Gang draußen sein wenn sie durchgingen oder was war dahinter? Zu dem erstaunen der Jungs trat nun Grace vor und öffnete ohne zu zögern diese Tür. Sie war nicht verschlossen und schwang ganz leicht auf. Was die Kinder nun aber sahen war nicht das was sie erwartet hatten: Diese Tür führte nicht hinaus ins Freie, sondern in ein Zimmer. Ein großer Schreibtisch war das erste was ihnen auffiel und darauf lagen viele Papiere und andere Dinge die sie noch nie zuvor gesehen hatten. 
An der Wand hing ein langer roter Teppich und auch auf dem Boden lag allerlei Zeug herum. Jannik blickte auf die Blätter und dort waren Bilder von Wesen die er noch nie zuvor gesehen hatte: Ein großen Ungetüm hielt eine große Keule und der hat und erinnerte ihn irgendwie an einen Riesen und auf einem anderen war ein kleines Wesen abgebildet, dass kleine zarte Flügel hatte.
Schaut mal hier!“ Jannik deutete auf einen kleinen Stuhl der schon beim bloßen Anblick zusammen zu stürzen schien, doch ganz vorsichtig versuchte er sich hinzusetzen. Zuerst lachte er, weil er seinem Gewicht standhielt, dann knarrte er kurz und schon krachte er zusammen und Jannik landete auf dem Boden. Jannik konnte nicht anders als zu lachen. Grace hatte die beiden gar nicht beachtet und sah fasziniert auf einen riesigen Kamin der wohl den meisten Platz in dem Zimmer einnahm. Die gleichen Gestalten wie auf den Bildern waren hier in den Stein des Kamins eingemeißelt. Habt ihr schon einmal solche Wesen gesehen?“, Jannik deutete auf ein Bild von einem Tier, dass aussah wie ein Zwerg mit großen Vogelflügeln. Beide schüttelten den Kopf. „Was meint ihr wem das ganze Zeug hier gehört?“ Kaum hatte Jannik seine Frage gestellt hörten sie draußen vor der Tür Geräusche und leise flüsterte Jannik: „Mir ist egal wem das hier gehört, ich denke aber nicht das er sehr erfreut sein wird wenn einfach drei Kinder in seinem Zimmer sind.“ Schnell huschten sie hinter den großen Schreibtisch und machten sich so klein sie nur konnten und keinen Moment zu spät, denn schon ging die Holztür auf und jemand betrat das Zimmer. Eine Gestalt etwas kleiner als die Kinder betrat den Raum und sah sich langsam um. Vorsichtig spähte Ryan und erblickte eine schwarze Hose und ein etwas helleres Hemd, doch als er noch etwas mutiger spähte, hielt er schnell die Luft an. Wo die Hose endete waren kleine grüne Füße. 
Und als sich die Gestalt vor den Kamin stellte konnten sie ihn komplett erkennen: Seine gesamte Haut war von einem hellen, aber schönen Grün. Sein Kopf war nicht sehr rund sondern eher breit und er hatte schon beinahe drollige Knopfaugen und auf seinem Kopf trug er einen kleinen braunen Hut, der an den eines Detektivs erinnerte.Langsam ging die Gestalt wieder zu der Tür, dann hörten sie ein knackendes Geräusch und wussten das die Tür nun verschlossen war. Leise flüsterte die Gestalt: „Kommt bitte raus!“ Die Stimme klang nicht bedrohlich, wie die Kinder vermutet hatten, sondern eher eingeschüchtert. Ermutigt durch diese schwache Stimme traten sie hervor, worauf die Gestalt laut quiekte: „Was habt ihr hier zu suchen?“ Da war es ausgerechnet wieder Grace die mutig einen Schritt vorging und mit dem Finger auf die Gestalt deutete: „Die Frage ist hier wohl eher WAS du bist!“ Sie trat noch weiter an es heran und zupfte sogar an seinem Hemd. Es schreckte zurück und rief spitz: „WAS soll ich schon sein? Habt ihr noch nie einen Waldwichtel gesehen?!“ Ein Wichtel?“, hauchte Ryan fasziniert. „Das heißt du bist ein magisches Wesen!“ Da hüpfte der Waldwichtel vor Empörung in die Luft. „Ich bin genauso ein Lebewesen wie ihr auch. Magie gibt es zwar, aber deswegen bin ich nicht Magisch, ich habe genauso einen Namen wie ihr!“ Achja und wie lautet der?“, patzte ihn Ryan an. Da drückte der Waldwichtel seine Schultern durch und sagte mit stolzgeschwellter Brust: „Ich bin Fin! Der Schutzwichtel der Ernte.“
Erstaunt blieben die Kinder einen Moment still, dann sagten sie auch ihre Namen und fragten wo sie den eigentlich seien. "Hier? Das ist das Land der Waldwichtel, genau ein paar Meter weiter befindet sich unsere Hauptstadt und ansonsten sind im gesamten Wald noch kleine Siedlungen, wenn dort überhaupt noch jemand ist. Aber es gibt natürlich noch mehr Städte: Es gibt Wichtel im Wald, Wichtel in den Bergen, Wichtel die in der Wüste leben, unter Wasser oder mitten in der Stadt. Kommt mit ich zeig euch unsere Stadt.“ Und schon schritten sie durch eine zweite Tür, die sie vorher nicht bemerkt hatten und standen wieder in einem Gang. Es war so dunkel das man überhaupt nichts erkennen konnte und da klatschte Fin in die Hand und plötzlich erschienen um sie herum kleine blaue Lichter die ihnen den Weg erhellten. Als er die verwunderten Gesichter der Kinder sah lachte er: „Das ist Feenstaub, sehr Magisch und immer leicht zu bekommen. Ich denke hier wird es vieles geben, dass euch bestimmt verwundern wird, aber ihr braucht keine Angst haben, genießt es einfach.“
Die Augen von Grace begannen zu strahlen: „Feen!“, sie stupste Jannik an, so als ob er es nicht gehört hätte. „Ja ich hab es doch auch gehört.“, lachte er. Ryan war unterdessen damit beschäftigt aufgeregt in seiner Hosentasche zu kramen und nach einer Weile zog er ein weiteres Bonbon aus Karamell heraus. Fin hatte es sofort bemerkt und Ryan streckte es ihm lächelnd entgegen. Ohne zu Zögern steckte sich Fin das gesamte Bonbon in den Mund, Ryan wollte ihn noch aufhalten, doch Fin spuckte das Bonbon bereits wieder aus und sagte etwas angewidert: „Das schmeckt ja wie Papier.“ Geekelt verzog er seinen Mund. Kritisch sah ihn Ryan an. „Das ist ja auch Papier außen herum, dass musst du wegmachen.“ Fin wollte ihm zwar nicht ganz glauben, probierte es aber dennoch und wagte einen zweiten Versuch. Zuerst blieb sein Gesicht Ausdruckslos doch dann weitete es sich zu einem breiten Lächeln. „Das ist das beste, dass ich je in meinem Leben gegessen habe!“ Entzückt sprang er in die Luft und klatschte in seine Hände. Er begann zu jubeln und schmatzte wie ein kleines Kind auf dem Bonbon herum, sodass auch die Kinder Lachen mussten.
Es dauerte gar nicht lange und schon erschien vor ihnen eine weitere Tür und als sie aufschwang waren die Kinder überwältigt: Vor ihnen erstreckte sich eine riesige Höhle, bestimmt so groß wie das gesamte Dorf oberhalb und überall tummelten grüne Waldwichtel herum und schienen etwas zu tun, es wirkte wie ein großer Ameisenbau. Was aber die größte Fläche einnahm war ein großes Feld und darauf waren verschiedene Pflanzen, Bäume und Sträucher was die Kinder natürlich verwunderte. „Wie kann hier unter der Erde etwas wachsen und wieso ist es hier eigentlich so hell?“, fragte Grace, doch Fin wollte ihnen das später erklären. Was die Kinder auch wunderte war, dass von der Decke Wasser tropfte und zwar genau auf die Pflanzen: Es war eine perfekte Bewässerungsanlage. Da deutete Jannik aufgeregt auf einen Baum an dem ein rotes Wesen stand. „Was ist das?!“, rief er, doch Fin dämpfte seine Begeisterung: „Das ist ein Wichtel aus der Wüste, wir haben hier öfters Besucher aus einem anderen Land und ein anderes Land heißt eine andere Farbe.“ Und als die Kinder sich genauer umsahen, bemerkten sie überall andere Wichtel, wie kleine Farbtupfer in der großen Grünen Masse. Oh nein wir haben die Zeit vollkommen vergessen! Wie viel Uhr ist den jetzt wohl?“, rief Jannik auf einmal und da bemerkten auch die anderen beiden das sie die Zeit wegen all dem Trubel vergessen hatten. Fin wusste zwar nicht was eine Uhr ist, aber er konnte ihnen mit Sicherheit sagen das der Mond bereits aufgegangen war.
Die Kinder wurden ganz aufgeregt. „Wir müssen so schnell es geht nach hause!“ und Fin erkannte auch den Ernst der Lage und lief etwas rascher voran zu einem der vielen Gänge. „Wenn ihr immer diesem Gang folgt dann kommt ihr direkt am Waldrand raus.“ Erleichtert lächelten die Kinder und sie versprachen morgen auf jeden Fall wieder in den Wald zu gehen um noch viel mehr über die Waldwichtel zu erleben. Schnell betraten sie den Gang und kaum waren sie hindurch gegangen, verschloss sich der Gang einfach und man konnte nicht mehr erahnen das dort einmal ein Ausgang war. Als sie ein Paar Schritte gegangen waren, wurde ihnen auch gleich wieder kälter, und alles wirkte so surreal, als wären sie gerade aus einem Traum aufgewacht. Wieder standen sie im Dunkeln und da kam Ryan eine Idee: Wenn die Magie bei Fin funktionierte, könnte es ja auch bei ihm klappen? Und schon klatschte er in seine Hand und freudig stellte er fest das der Gang erleuchtet wurde.
Da es jetzt heller war, liefen sie schneller und als sie merkten das sie beinahe wieder im Wald rannten sie los, kurz darauf atmeten sie die frische Luft ein und waren erleichtert wieder den Himmel über sich zu sehen.
Sie waren Tatsächlich ziemlich Nahe am Waldrand, aus der Ferne sah man bereits wieder die ersten Häuser. Der Gang hatte sie auf eine kleine Lichtung gebracht, dort muss früher wohl einmal ein großes Haus gestanden haben, den eine kleine Ruine war noch da und überall lagen große Mauerblöcke und Holz herum, doch die Kinder konnten dem wenig Beachtung schenken, sie mussten wieder nach hause. Schnell rannten sie weiter und völlig außer Atem verabschiedeten sie sich voneinander und eilten weiter.




Tag 2
Janniks Eltern hatten am Abend gar nichts dazu gesagt das er erst so spät nach hause gekommen war, sie hatten sich gefreut das er so viel Spaß gehabt hatte auch wenn er ihnen nur wenig Erzählt hat. Jannik hatte beschlossen nur ein paar Dinge zu erzählen, denn seine Eltern würden ihm wohl kaum glauben das so etwas wie Magie existieren würde und falls sie ihm doch glauben würden, dürfte er vielleicht nicht mehr in den Wald und das wollte er auf keinen Fall riskieren. Grace hatte weniger Glück mit ihren Eltern, sie bekam eine lange Predigt vorgehalten das sie nicht so spät draußen sein durfte und damit sie wieder nach draußen durfte, half sie viel im Haushalt und versprach das Jannik sie nach hause bringen würde. Die Eltern von Ryan hatten gar nicht erst gefragt wo er war, sie schliefen schon als er kam. 
Sie trafen sich bereits sehr früh am Waldrand, die Sonne war noch nicht einmal richtig aufgegangen, aber sie wollten so schnell wie möglich wieder in diese neue Magische Welt und alles sehen was man nur sehen konnte. Die Größte Angst die sie hatten, war die das wenn sie wieder im Wald wären, nichts mehr da war. Das alles einfach nur eine Einbildung gewesen wäre. Kaum waren sie wieder in dem Wald, schienen ihnen die Häuser hinter ihnen wie ewig weit weg vorzukommen, als ob sie unerreichbar wären. Irgendwie kam es ihnen heute so vor, als ob viel mehr Bäume im Wald waren, alles war dichter bewachsen und nach kurzer Zeit liefen sie schon durch recht hohen Gras, als ob es über Nacht Zwanzig Zentimeter gewachsen war. Plötzlich hielten die Kinder an. „Seht ihr das?“, Jannik deutete vor sie: Vor ihnen lag auf einmal ein Weg. Nicht einfach ein kleiner Trampelpfad, nein da war ein mit Steinen gepflasterter Weg. „Wie kommt den der da hin?“, wunderte sich Grace doch Ryan zuckte nur Lächelnd mit den Schultern. „Ist doch egal, das ist bestimmt alles Magie. Lasst uns weiter gehen.“ Und so gingen sie weiter, doch der Wald schien viel größer zu sein als er vorher und der Weg nahm kein Ende und auf einmal sahen sie ein Haus in der Ferne. 








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