Sonntag, 24. September 2017

Es ist doch eh egal.



 "Es ist doch eh egal, ob ich mich jetzt noch anstrenge - Das Spiel ist verloren." "Es ist doch eh egal, sie ist bestimmt nicht an mir interessiert." "Ist doch eh egal, Politiker machen ohnehin was sie wollen."

Leider kommt die politische Bildung hier in Deutschland meiner Meinung nach viel zu kurz. Viel zu wenig wird beleuchtet wie dankbar wir sein können in einer Demokratie zu leben und welche Möglichkeiten sich für jeden daraus ergeben. Nach den Wahlen in Amerika und den vergangenen Wahlkampf in Deutschland kann ich aber gut nachvollziehen warum viele Menschen von der Politik gelangweilt sind: Man kennt sich in vielen Themen die angesprochen werden nur wenig aus, wodurch man gar kein klares Meinungsbild zu diesen entwickeln kann. Den wenigen Themen in denen man sich auskennt und die einen persönlich betreffen schreibt man dann vielleicht auch noch wenig Hoffnung zu: Als ob ich als Erzieher durch die Wahl von Partei XY wirklich mehr Gehalt bekomme. 

"Ist doch egal, die gierigen Politiker wollen sich doch eh nur selbst bereichern und hab ich nicht erst etwas von einem Übergeordneten Plan der Lobbyisten für Europa gelesen?"

Was mich stutzig macht ist das viele Menschen einfach resignierend die Schultern zucken und ihre traurige Wahrnehmung hinnehmen wollen. Warum versucht man nicht etwas dagegen zu unternehmen? Es gibt viele legale Möglichkeiten seine Welt ein Stück weit so zu verändern wie man es sich selbst gerne wünschen würde. Zudem ist es für mich unverständlich wieso sich viele nach der Wahl zurücklehnen, beobachten und bei jedem Misserfolg grimmig nicken: "Hab ich ja gesagt".
Jegliche Erfolge werden oft vergessen oder nicht beachtet und die Dimensionen in welcher eine Bundesregierung trotz Föderalismus arbeiten muss ebenso. Man müsse sich nur einmal vorstellen um einen Arbeitsplatz zu bekommen müsste man seinem Chef einen 4-Jahresplan vorlegen, in welchem man darlegt wie man das Unternehmen verbessern wird. Plötzlich würde Geschrei laut werden: "Man kann ja nicht alles schaffen! Ich hab doch mein bestes gegeben!" - Und so weiter und so fort.

Ein anderes Beispiel: Stellt euch vor man steht am Traualtar und liest sich einander sein Ehegelübde vor. Da steht doch auch keiner auf und geht, weil er dem anderen das dort gesagte nicht abkaufen will. Dort setzt man auf Vertrauen, Chancen geben und die Hoffnung an eine positive Veränderung. Und genauso sehe ich eine Wahl - Unabhängig ob es die Bundes-, Landes-, oder Kommunalwahl ist. Eine Wahl bietet die Möglichkeit den Kurs mitzubestimmen, welcher in den nächsten Vier Jahren bestimmt wird - Hierbei wird vielen nicht so laufen wie man es sich am Anfang gewünscht oder sich hat sagen lassen. Dennoch glaube ich an unsere Demokratie, an die Möglichkeit für Veränderung und das Mitbestimmung ein Wertvolles Gut ist, welches nicht unterschätzt werden sollte. 


Also: Verleih deiner Stimme Gehör und geh wählen!


Sonntag, 17. September 2017

Mein Leben mit der DB & Co.

Immer mobil sein, reisen wohin man will - Zu guten Konditionen und ein Komfort, welcher nichts zu wünschen übrig lässt - So zumindest der Traum. Meine Realität ist nüchtern gesagt einfach nur nervig.
Da ich in Freiburg zur Schule gehe muss ich aufgrund meines aktuellen Wohnortes in Baden-Baden jeden Tag etwas pendeln. "Zieh doch einfach um.", ist schnell gesagt als getan. Zum Thema "Wohnen" wird es eventuell einen eigenen Post geben. Nun aber zurück zu dem Thema, welches aktuell einen Großteil meines Lebens einnimmt: Pendeln.

Damit man von Baden-Baden nach Freiburg kommt gibt es zwei Möglichkeiten.

Option A

Schülermonatsfahrkarte für den ICE (2. Klasse)
Kosten: 300€ im Monat

Dieses edle Ticket gibt mir den Luxus in 45 min in Freiburg zu sein - Zwar habe ich vor und nach der Schule noch knapp 1 Stunde Aufenthalt, kann diesen aber gut zum Frühstücken/lernen nutzen. Eine ICE Fahrt ist für mich zumindest gemütlich, es gibt freies W-LAN und nach Wunsch auch Essen und Trinken. Zudem sind die Tische an jedem Platz eine gute Möglichkeit um auch unterwegs etwas zu arbeiten.
Doch mit 300€ Kosten und 420€ Bafög (+Kindergeld) gestaltet sich die Finanzierung als schwierig, weshalb ich zu Option B komme.

Option B

Mit dem Regionalzug fahren.
Kosten: ca. 150€

Wow, da spart man ja gleich 50% gegenüber dem Ticket aus Option A. Dafür fährt man auch fast 4 Stunden am Tag gemütlich von A nach B nach C nach D und ist dann irgendwann in Freiburg. Am meisten stört mich an diesem Ticket aber die Tatsache das ich nicht nur ein einziges Ticket habe, sondern drei. Da ich während der Fahrt drei Verkehrsverbände durchquere benötige ich drei Monatsfahrkarten. Zudem fällt meine Aufenthaltszeit weg, da ich ja nun länger fahren muss. Ist ja nicht so schlimm, dann richte ich mir ein Vesper und arbeite einfach während der Fahrt - Wie vorher auch schon im ICE. Blöd nur das in den meisten Zügen des Regionalverkehrs keine Tische vorhanden sind. Die kleinen Ablagen eignen sich sein Handy abzulegen, ansonsten sind sie einfach da.

Was ich so während meinen Reisen erlebt habe

Meine Fahrten mit dem ICE waren immer recht interessant für mich. Da steigt man um 6:12 Uhr in den Zug und neben, hinter oder vor einem sitzen Leute die einzeln oder mit Kollegen bereits Gespräche über die Arbeit führen - Produktive Gespräche. Da werden Termine ausgemacht, die aktuelle Geschäftsbilanz gezogen, Rechnungen gemacht, und Verträge geschlossen. Das hat mich beeindruckt und motiviert nicht einfach während der Fahrt zu schlafen. Ich habe also etwas für die Schule getan, Nachrichten gelesen oder mich in einem Interessengebiet meiner Wahl fortgebildet. Natürlich habe ich auch oft einfach "Nichts" getan, aber die Energie der Leute um mich herum hat immer dafür gesorgt das ich motiviert in den Tag gestartet bin.
Im RE ist das etwas anders: Sitzplätze werden umkämpft wie gute Produkte am Black Friday. Um mich herum vorwiegend natürlich Schüler. Hier wird das aktuellste YouTube Video von DagiBee besprochen, diverse Mütter beleidigt und geschlafen. Produktivität ist fast nur beim Verfassen des eigenen Instagram Post zu sehen. Etwas unsicher packe ich meine Französisch Vokabeln aus - Ein Mädchen lacht. Vielleicht weil sie die Sprache bereits kann oder sich wundert wieso man so früh bereits etwas für die Schule machen möchte. Ich packe meine Vokabeln wieder weg, und höre Musik. Am nächsten Tag schlafe ich. Nachmittags ärgere ich mich zuhause, dass ich so unproduktiv war. Eine Bahn mit einem Tisch erwische ich dann doch ab und zu und lerne dann morgens doch. Stolz steige ich dann nämlich aus dem Zug aus und freue mich bereits produktiv gewesen zu sein.
Viele Menschen habe ich während meinen Reisen nicht kennen gelernt. Vielleicht liegt das an meinen Kopfhörern im Ohr oder das ich entweder beschäftigt bin oder schlafe. Manchmal ist hier und da der ein oder andere Blickkontakt mit einer Jungen Dame, ein Gespräch dem ich lausche oder jemand der mich (nachdem die Durchsage kam) fragt ob dies den wirklich der richtige Zug sei. Man dürfe so einer Durchsage heutzutage nicht immer trauen - Schon gar nicht der Deutschen Bahn. 

Fazit

Meckern können die Leute gut über die Deutsche Bahn und eigentlich allen anderen Öffentlichen Verkehrsmitteln. Und genau das mache ich doch auch ständig.
Dabei kann ich doch froh sein überhaupt die Möglichkeit zu haben täglich in eine Großstadt zu pendeln um dort zur Schule zu gehen. Ich kann natürlich auch mit dem Auto pendeln wenn mich die Öffentlichen Verkehrsmittel so stören. Aber dann muss man wieder über andere Autofahrer meckern, die zu schnell oder zu langsam fahren. Eigentlich bin ich ganz froh einfach in den Zug einzusteigen und mich zu meinem Zielort transportieren zu lassen und eigentlich ist es auch ganz witzig den aktuellen Tratsch von Jung & Alt zu hören oder einfach nur seiner Musik zu lauschen und verträumt aus dem Fenster zu sehen. Lediglich meine Produktivität möchte ich in Zukunft noch während der Fahrt steigern.




Sonntag, 10. September 2017

Frohes Neues Jahr! - Im September?


Silvester und den Beginn eines Neuen Jahres feiert man in den meisten Teilen der Welt vom 31. Dezember auf den 1. Januar. Genauso mache ich das auch, obgleich für mich das "Neue" Jahr bisher immer im September beginnt. Das hängt damit zusammen das meine Ausbildung zum Erzieher und auch jetzt meine schulische Weiterbildung zum Abitur im Schulsystem stattfindet. Dadurch ist ein frischer Start für mich seit vielen Jahren nun immer der September. Der August und der Luxus der Sommerferien bedeutet für mich dagegen immer Veränderung, inne Halten und Reflexion: Was hat sich alles getan das letzte Jahr über und vor allem - Was steht als nächstes an.

Ich würde in Zukunft sehr gerne wieder mehr persönliche Einblicke in mein (nicht ganz so spannendes) Leben geben und Gedankengänge online teilen. Bedauernswerterweise kann ich dies nicht annähernd so offen und direkt tun wie ich es mir wünschen würde. Das liegt daran, dass ich hier unter keinem anonymen Konto schreibe, man somit Anmerkungen und Gedanken zu Personen direkt erkennen kann - Das freie Schreiben funktioniert also entweder nur im Film oder mit dem Bewusstsein sich sehr schnell, sehr unbeliebt zu machen. Nicht weil ich generell viel schlechtes zu schreiben hätte, aber Ehrlichkeit genügt oft schon um Leute zu irritieren und von sich abzuwenden. Ich weiß noch nicht in welchem Rahmen ich also Einblicke veröffentlichen werde, wahrscheinlich konzentriere ich mich vermehrt auf einzelne Gedanken und Meinungen.

Wöchentliche Posts wären mir am liebsten, wie meine Disziplin dazu steht vermag ich noch nicht zu sagen - Wenn aber so viele YouTuber es schaffen jeden Tag ein Video aufzunehmen, zu editieren und hochzuladen, sollte es mir doch möglich sein, einen Post pro Woche online zu stellen. Daneben bleiben meine anderen Veröffentlichungen natürlich weiterhin vorhanden. 

Aber zurück zur eigentlichen Thematik: Was hat sich dieses Jahr alles getan für mich? Letztes Jahr bin ich im Rahmen meiner schulischen Weiterbildung nach Freiburg gezogen, nun bin ich wieder in Baden-Baden, besuche aber weiterhin die Schule in Freiburg. Sowas entsteht aus der Kombination von einem furchtbaren Wohnungsmarkt und zwei Katern, welche bei Vermietern genauso gerne gesehen sind wie Zahlungsunfähige Mieter. Daher darf ich nun seit Februar in den Genuss der täglichen Reise mit der Deutschen Bahn kommen. Dieses Thema alleine ermöglicht einen kompletten Post.

Ansonsten wir es schulisch dieses Jahr für mich Ernst: Die Prüfungen stehen an und damit auch bald Überlegungen und Bewerbungen für verschiedene Universitäten und dadurch wieder ein vermutlicher (ich hoffe) Wohnortswechsel. Darüber hinaus beschäftige ich mich im Moment intensiv mit Produktivität und Disziplin - In beiden Bereichen habe ich noch erhebliches Potenzial. Wer mir auf Instagram folgt hat die letzten Tage gesehen das ich viele Bilder von der Freizeit Seemoos poste. Dort habe ich dieses Jahr zum nun dritten Mal ehrenamtlich mitgearbeitet - Dieses Jahr zum ersten Mal als Teil der Teamleitung. Auch diesmal war die Freizeit prägend und regt mich zu persönlichen Veränderungen an. 

Und so beginnt für mich wieder die Schule, wieder ein Neues Jahr und ich freue mich extrem über diese Gelegenheit und die Herausforderungen, welche in nächster Zeit auf mich zukommen werden!   


Hinweis: Dank kurzem googlen weis ich nun wie man eingebettete YouTube Videos automatisch abspielen kann - Nervig für diejenigen die beim Lesen meiner Artikel selbst Musik hören oder meinen Musikgeschmack nicht teilen - Toll für alle die einen Einblick in meinen Musikgeschmack bekommen wollen und ein Gefühl erhalten wollen, welche Musik mich beim Schreiben einzelner Artikel begleitet hat.