Donnerstag, 5. Januar 2017

Ich brauch ´nen Waldbrand!

Einfach alles anzünden und Flammen alles niederbrennen lassen, bis nur noch Asche übrig bleibt - Daran hat man sicherlich mal gedacht. Alles hinter sich zu lassen und komplett neu beginnen. Und genau darum geht es in dem Song "Waldbrand" von Madeline Juno, einer jungen Sängerin aus Offenburg, welche schon mit ihren Englischen Alben Chart-Erfolge feiern konnte.


"Heute nicht, ich schau morgen nochmal nach
Ob die Sterne nicht doch anders stehen
Frag mich nicht, hab es so perfektioniert
Allen Fragen aus dem Weg zu gehen"

Es ist manchmal schrecklich ermüdend immer wieder und wieder und wieder auf Fragen eine Antwort parat zu haben. Seien es die Fragen von Freunden, Verwandten oder die Fragen, welche man sich selbst stellt - Manchmal will man sich einfach jeglicher Antworten entziehen. Vielleicht benötigt man etwas Zeit um über die Antwort nachzudenken, ist einem die Frage lästig, oder man kennt die Antwort selbst noch nicht. Oft kann die Antwort auf eine Frage auch sehr unangenehm sein, wenn sie erst einmal ausgesprochen ist. Man sollte sich immer seiner eigenen Wirkungskraft bewusst sein, den die Sprache ist ein mächtiges Werkzeug. Einige Dinge die man ausgesprochen hat bereut man, andere können einen festigen in der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Denken. Meist jedoch sind die Dinge, welche man gesagt und nicht einfach wieder zurücknehmen kann, jene welche uns verstärkt in der Erinnerung bleiben - An verschiedenen Punkten im Leben wünscht man sich dann oft, dass diese Dinge einfach wegradiert werden können. Das wird in dem Song wie folgt aufgegriffen: 


Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=lhPOMUjV4rE

"Ich brauch ´nen Waldbrand
Unter meiner Haut
Brenn mich aus
Mach, dass ich neu beginnen kann
Ich renn durch das Chaos
Lösch alles aus
Steh aus der Asche wieder auf
Ich brauch 'nen Waldbrand"



Wie würde man wohl agieren, wenn man von einem Moment auf den anderen Tatsächlich komplett neu beginnen könnte? Vor allem aber: Wer würde man sein? Schließlich machen uns ja alle Erlebnisse und Handlungen zu den Menschen die wir sind. Wenn plötzlich alles gelöscht wäre, müsste man sich erst einmal selbst wieder zeichnen. Ich stelle mir das so vor, dass man in einem riesigen, komplett weißen, leeren Raum steht und dort so lange verweilt bis man sich selbst entschließt diesen Raum wieder zu verlassen und zu sagen: Hier bin ich. Genau so möchte ich sein und genau so möchte ich von euch behandelt werden. Nicht selten ist es nämlich auch unsere Umwelt, welche mit erhobenem Finger auf uns zeigt und sagt: Wie bist du den drauf? 
Genau dadurch kommt es immer wieder zu dem entfremden der eigenen Person in Relation zu anderen Personen. Von dort an passt man sich entweder dem Rest an oder findet sich in einer Einzelgänger oder zumindest Sonderrolle wieder. Hierbei wird ein eventuell wundervoller Charakter mit außergewöhnlichen Ideen klein gehalten.   

 
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=lhPOMUjV4rE
   

"Ich pass nicht in's Bild, gehör hier nicht hin
Was ihr nicht versteht, ist, nach dem Rausch
Frisst mich die Realität auf
Und egal wie ich's dreh und wende, ich geh
Hand in Hand mit meinen Dämonen in's Niemandsland"




Ich bin genau wegen dieser starken Aussagekraft ein großer Fan des Songs, und genau zu Beginn des neuen Jahres ist er passend: Ob man es nun auf Facebook kundtut, in sein Tagebuch schreibt, oder verleugnet: Jeder wünscht sich die ein oder andere Veränderung in seinem Leben - Vielleicht sogar einen kompletten Neuanfang. Hierbei sollte nie vergessen werden, dass man sein Leben selbst in der Hand hat und eigener Akteur seines Handelns ist. Und auch wenn man noch keine Antwort darauf hat wie man eine positive Veränderung in seinem Leben bewirken kann oder was man überhaupt verändern möchte, so ist es doch immer wieder gut sich selbst diese Fragen zu stellen um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben und die eigene Entwicklung zur Stagnation zu bringen - Und wenn nicht heute, dann vielleicht morgen...falls die Sterne nicht doch anders stehen.       



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